Wie alles anfing: zwei Kinder, ein Hund, ein Kombi
Ich bin ehrlich: Bei uns zu Hause ist es selten aufgeräumt. Zwei Kinder (7 und 11), ein Labrador namens Emil und ein Auto, das eher Transporter als Familienkutsche ist. Unser großer Bodenstaubsauger steht im Keller. Und genau da liegt das Problem: Wenn morgens beim Frühstück ein halbes Müsli auf dem Küchenboden landet, gehe ich nicht in den Keller. Ich hole den Handfeger, schiebe die Krümel unter den Tisch zusammen – und ärgere mich zwei Stunden später über die Sauerei.
Vor etwa drei Monaten war der Punkt erreicht. Emil hatte im Kofferraum gehaart, mein Mann hatte auf der Rückbank eine Tüte Salzstangen zerdrückt, und der Autostaubsauger an der Tankstelle nahm mir für zwei Euro genau drei Minuten Laufzeit ab. Abends habe ich dann angefangen zu suchen: klein, kabellos, stark genug für Tierhaare, nicht 300 Euro teuer.
Warum es am Ende der PowerClean wurde
Ehrlich gesagt bin ich über eine Empfehlung gestolpert. Was mich überzeugt hat, war nicht irgendein Werbeversprechen, sondern die Kombination: kabellos per USB ladbar, 25-Watt-Motor, ein Set aus Fugendüse und Staubbürste – und ein Preis, bei dem ich kein schlechtes Gewissen haben musste, falls das Ding nichts taugt.
Meine Erwartung war niedrig. Ich hatte vorher schon zwei billige Akkusauger, die nach ein paar Wochen im Schrank verschwunden sind. Genau deshalb habe ich mir vorgenommen, diesmal genau hinzuschauen.

Der erste Eindruck: leichter als gedacht
Das Paket kam nach vier Tagen. Was mir sofort aufgefallen ist: Das Gerät liegt tatsächlich gut in der Hand. Der Griff ist geschlossen, man hält ihn wie eine Bohrmaschine, nicht wie eine Flasche. Für mich mit eher kleinen Händen war das wichtiger, als ich vorher dachte – meinen alten Akkusauger musste ich immer mit zwei Händen umgreifen.
Aufgeladen habe ich ihn zuerst komplett über USB, das hat ein paar Stunden gedauert. Danach kam der Test, vor dem ich am meisten Respekt hatte: die Treppe. Bei uns liegt ein kurzflorige Teppichläufer, in dem sich Hundehaare regelrecht festkrallen.

Was er wirklich gut kann
Nach drei Monaten kann ich sagen: Für kurze Einsätze ist das Gerät genau richtig. Konkret heißt das bei uns:
- Küche nach dem Frühstück. Krümel, Haferflocken, Brotrinde – zwanzig Sekunden, fertig. Ich hole ihn inzwischen häufiger als den Handfeger.
- Auto. Das war der eigentliche Grund für den Kauf. Mit der Fugendüse komme ich zwischen die Sitze und an die Schienen, an die ich vorher nie herangekommen bin.
- Sofa und Sessel. Mit dem Bürstenaufsatz gehen Hundehaare aus dem Polster deutlich besser raus als mit der großen Düse des Bodenstaubsaugers.
- Schreibtisch und Tastatur. Klingt banal, benutze ich aber ständig.
- Lautstärke. Mit rund 80 dB ist er nicht leise, aber angenehmer als unser alter Sauger – Emil verzieht sich nicht mehr sofort.

Und wo er an Grenzen stößt
Ich will hier nichts schönreden, deshalb der ehrliche Teil: Der PowerClean ist ein Handstaubsauger, kein Ersatz für den großen Sauger. Die Akkulaufzeit liegt bei rund zehn Minuten. Für unsere Küche und das Auto reicht das locker, für eine komplette Wohnung nicht – das sollte man vorher wissen.
Der Staubbehälter fasst gut 0,4 Liter. Bei viel Hundehaar leere ich ihn nach zwei bis drei Einsätzen. Das geht schnell, weil sich der Behälter abnehmen und ausspülen lässt, aber es ist eben ein Handgriff mehr. Und: Flüssigkeiten, Asche oder Scherben gehören da nicht rein – dafür ist das Gerät nicht gebaut.
Was ich mir noch wünschen würde: eine Wandhalterung im Lieferumfang. Bei uns liegt er jetzt in einer Schublade in der Küche, was funktioniert, aber nicht besonders elegant ist.

Die Zahlen, die mich interessiert haben
| Typ | Kabelloser Handstaubsauger |
|---|---|
| Leistung | 25 Watt |
| Saugkraft | 3 kPa |
| Akku | Lithium-Akku, 1800 mAh (18650) |
| Laufzeit | ca. 10 Minuten |
| Laden | über USB |
| Staubbehälter | ≥ 0,4 Liter |
| Lautstärke | ca. 80 dB |
| Zubehör | Staubbürste, Fugendüse, Zubehör-Set |
Herstellerangaben. Reinigungsergebnis und Laufzeit hängen von Untergrund, Verschmutzung und Akkuzustand ab.




